Mobilfunknetze

Handyortung - Nur 8,95 / MonatAm 30. Juni 1992 nahm Mannesmann mit ihrem D2-Netz das erste digitale Mobilfunknetz in Betrieb. Zu jener Zeit gab es im damaligen analogen C-Netz weniger als 700.000 Mobilfunkanschlüsse. Die C-Netzanbieter waren zwar bemüht Mobiltelefone herzustellen, welche auch außerhalb des Autos einsetzbar sein sollten, doch es gelang ihnen nicht. Einen Tag, nachdem Mannesmann den Startschuss für das digitale Mobilfunknetz gab, folgte die Tochterfirma von Telekom, mit dem D1 Netz. Auch wenn das D-Netz ein Jahr später als geplant an den Start ging, hätten die beiden Firmen an den heutigen Erfolg des D-Netzes nie zu träumen gewagt. Der Start des D-Netzes musste aufgrund der fehlenden Geräte verschoben werden. Später waren auch fehlende Mobilfunktelefone der Grund für den verspäteten Start des UMTS- oder WAP-fähigen Handy.

Einer der Hauptgründe für die Einführung des GSM-basierten D-Netzes war das internationale Roaming. Nun war es möglich in andere ausländische Mobilfunknetze, mit gleichen Standards, zu telefonieren. Dies war mit dem C-Netz nicht möglich.

Das analoge Mobilfunknetz, welches 1984 in Betrieb genommen wurde, erlebte 1993 mit 800.000 Kunden seinen Höhepunkt. Im Jahre 2000 wurde das C-Netz dann letztendlich abgeschaltet.

Trotz der Anlaufschwierigkeiten entwickelte sich der digitale Mobilfunk rasant. Mit knapp 5.000 Teilnehmern in Deutschland begann damals die Geschichte des digitalen Mobilfunks. Viele von ihnen waren einst Kunden des C-Netzes und wurden aufgrund der neuen Technologie gewonnen. Die Anzahl der Kunden im D1-Netz war im letzten Viertel des Jahres 1992 auf 69.000 gewachsen, im D2-Netz zählte man 110.000 Kunden zu den Seinigen.

Ende Mai 1994 kam das E-Plus Netz auf den Markt. Damals hatte Dr. Wolfgang Bötsch mit seinem Anruf via Handy im E-Plus Netz, in dem er Henry Kissinger auf der anderen Seite des Atlantis zum Geburtstag gratulierte, den Startschuss des E-Plus Netzes gesetzt. Ein Jahr zuvor hatte man die Lizenz für das GSM-1800 Netzes erhalten. Während die D-Netze auf 900 MHz funktionieren, benötigen die E-Netze ein engmaschigeres Netz an Basisstationen, um die gleiche Versorgung wie die D-Netze zu gewährleisten.

Viag Interkom, das heutige O2 Netz, kam dann 1998 mit ihrem E2-Netz auf den Mobilfunkmarkt hinzu.

Die D-Netz-Anbieter leisten sich mit jeweils 30 Millionen Kunden ein permanentes, Kopf-an-Kopf-Rennen, um die Marktführung. Die E-Netze kämpfen währenddessen um Platz drei der Marktführerschaft. Zu jedem E-Netz-Anbieter zählen zurzeit mehr als 10 Millionen Mobilfunkkunden.

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