Handy TV strauchelt
Branchenexperten sagen dem Fernsehen über mobile Geräte, oft auch als Handhelds bezeichnet, für die nächsten vier Jahre Umsätze im Milliarden- Maßstab voraus. High- Tech Handys finden immer mehr Verbreitung und somit liegt es nahe, dass die Konsumenten in typischen Situation wie Wartezeiten oder Bahnfahrten den Handy TV Dienst nutzen, so die Marketing- Logik. Trotz zahlreicher Feldstudien hat sich diese Erwartung bislang jedoch nicht bestätigt.
Die Situation des Handy TV im letzten Jahr in Deutschland war alles andere als erfreulich. Zwar ordern die Handy Kunden den mobilen TV Dienst, aber den Buchungen stehen 151 Prozent Kündigungen gegenüber. Dies ergab eine Studie von“M: Metrics“, welche vom Handy TV Provider “Tellabs“ in Auftrag gegen wurde. Demnach sind der Preis, die Qualität sowie die Zuverlässigkeit die häufigsten Gründe für die Kündigungen.
Handy TV wird in Deutschland als Stream über den UMTS/HSDAP Mobilfunk Standard ausgeliefert und nicht über DVB-H.
Die europäische Union möchte jüngsten Meldungen zufolge flächendeckend den DVB-H Standard für das mobile Fernsehen forcieren und legt ihren Mitgliedsländern nahe, fremde Standards zu vermeiden. Ziel sei es, die Auseinandersetzung um eine einheitliche Norm beizulegen und das Handy TV Geschäft anzukurbeln. Viele Kunden der Informations- Branche sind für jede Vereinfachung dankbar.
In einer vergleichbaren Situation befindet sich das Internet TV, dass klassische DSL Anbieter auf den Markt brachten und das im Zuge vieler Triple Play Pakete angeboten wird. Triple Play steht für Telefon, DSL und Multimedia über nur eine Leitung, nämlich den Internet Zugang. Auch hier bleibt die Kundenresonanz gegenwärtig weit hinter den Erwartungen von Branchen- Kennern zurück.
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