Brasilien: Handys für Arme

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In Brasilien gibt es in der Regierung momentan Vorstöße durch den Kommunikationsminister Hélio Costa den Empfängern von Sozialtransfers durch das Programm Bolsa familial kostenfrei ein Mobiltelefon zur Verfügung stellen.

Die Familien die Anspruch auf Hilfe durch die Bolsa familial haben, verdienen weniger als 55 Euro im Monat und erhalten im Schnitt 35 Euro Sozialtransfers. Das Programm für die Ausrüstung der Ärmsten mit Mobiltelefonen soll nach Regierungsschätzungen in den ersten 2 Jahren 2 Milliarden Reales (rund 780 Millionen Euro)  kosten, ihnen dafür aber eine Kommunikationsmöglichkeit geben, die viele mangels Festnetzanspruch gegenwärtig nicht haben.

Zudem plant die Regierung monatlich sieben Reales, also rund 2,70 Euro, für die Telefonatskosten zuzuschießen und so auch das Telefonieren zu ermöglichen. Dadurch und durch erwartete höhere Telefonatskosten als die veranschlagten 2,70 bei den Sozialhilfeempfängern wird die Konjunktur bei den Mobiltelefonprovidern zudem gestärkt.

Die Verifizierung des Vorschlages durch den Präsident wird allgemein erwartet, da demnächst Wahlen anstehen.

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